1. Tag Wörth am Rhein

Ja, wozu denn? Haben sie denn so mächtige Feinde?

Am Vortag und noch am Morgen des 12. September sollten behördliche Auflagen (kein Aufsitzen der Darsteller während der Fahrt, Stop an roten Ampeln und ähnliches) den Zug „Klassenkampf statt Wahlkampf – Gegen den Notstand der Republik“ als Kunstwerk verunmöglichen – Auflagen, die nach juristischem Einspruch der Zugleitung zurückgenommen wurden und die weder mit der Freiheit der Kunst noch mit Versammlungsgesetz im geringsten zu vereinbaren sind. Dann, am Mittag, schützte sich  das Daimler-Kapital auf seine Weise vor der Aufklärung der Arbeiter über seinen Notstand der Republik. Das Haupttor 1 von Daimler Wörth, vor dem die Kundgebung der Aktion „Klassenkampf statt Wahlkampf – Gegen den Notstand der Republik stattfand, war plötzlich verrammelt, die Sicht nach draußen durch geparkte Sattelschlepper verstellt. Die Teilnehmer der Vertrauensleuteversammlung bei Daimler Wörth sollten weder den Zug zu sehen bekommen noch an der Kundgebung teilnehmen können.



Die Arbeiter kamen dennoch. Sie sahen sich die Wagen des Zugs an und hörten auf der Kundgebung Gerhard Kupfer, Betriebsrat bei Daimler Bremen, Wolfgang Förster, VK-Leiter bei Daimler Wörth, Tanja Wedel, Arbeiterin bei Daimler Hamburg und Heinz Klee. Sie riefen die Arbeiter zur Einheit auf gegen den Staatsumbau, der gegen sie betrieben wird. Sie stellten fest, daß dieser Zug der Agitation, der Aufklärung und Mobilisierung nur ein Anfang sein könne, ein Aufruf, die Rettung nicht im Wahlkreuz, sondern nur im eigenen Kampf zu suchen und zu organisieren. Und dann, so Heinz Klee vom Aktionsbüro „Klassenkampf statt Wahlkampf -  Gegen den Notstand der Republik“ – wieviel Angst wird Daimler dann haben?

 

Wörth, 12.9.09

Stefan Eggerdinger

Pressesprecher des Aktionszuges

12.9.09 20:09

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