Was in Rheinland-Pfalz erlaubt ist, kann in Baden-Württemberg nicht verboten sein!

Das war eines der Transparente auf den Protestkundgebungen gegen das faktische Verbot des Aktionszuges „Klassenkampf statt Wahlkampf – Gegen den Notstand der Republik“ durch die Behörden Baden-Württembergs.



Auf anderen Transparenten am vollständig auf dem Marktplatz in Karlsruhe aufgefahrenen Zug war zu lesen: „Protestzug! Wir dürfen Karlsruhe nicht verlassen. Schließt euch an!“ Und: „Wir haben nichts gegen Klassenjustiz. Uns gefällt nur die Klasse nicht, die sie macht.“

Auf drei Kundgebungen, jeweils unterbrochen durch Stadtrundfahrten des Zuges, sprachen zahlreiche Unterstützer des Aktionszuges, wurden aus allen Teilen der Republik eingegangene Protest- und Solidaritätsadressen verlesen. Es sprach unter anderem Dietrich Schulze, Landessprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Baden-Württemberg und Elwis Capece, Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG Karlsruhe und Mannheim. Ein Arbeiter von Daimler Bremen verlas ein Protestschreiben von Betriebsräten und Vertrauensleuten des Werks. Ebenso verlesen wurde die Protesterklärung von Wolfgang Förster, Vorsitzender der Vertrauenskörperleitung des Daimler Benz Werks Wörth. Ein Sprecher der Arbeiterbunds für den Wiederaufbau der KPD gab eine Stellungnahme ab, die ausdrückte, was die Teilnehmer des Aktionszuges in Liedern, mit Sketchen, Stahlfaßtrommeln und Sprechchören klarmachten: Wir werden dafür sorgen, daß ihnen ihr Verbot auf die eigenen Füße fällt. Wir werden nicht nachgeben! Der Zug „Klassenkampf statt Wahlkampf – Gegen den Notstand der Republik“ hat den vollen Schutz der Kunstfreiheit. Was in Rheinland-Pfalz erlaubt ist, kann in Baden-Württemberg nicht verboten sein!

13.9.09 21:59

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL